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30. September 2022
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Heizung nachts ausschalten um Energie zu sparen
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Heizung nachts ausschalten, um Energie zu sparen?

Stetig steigende Energiepreise regen viele Verbraucher zum Nachdenken an. Wie lässt sich Energie einsparen und welche Sanierungsmaßnahmen machen Sinn? Heute möchten wir der Frage: „Heizung nachts ausschalten, um Energie zu sparen?“, auf den Zahn fühlen.

Heizung nachts ausschalten: Wie groß ist das Einsparpotenzial?

Wie viel Energie sich wirklich einsparen lässt, wenn man die Heizung nachts ausschaltet, hängt von einigen Faktoren ab. Darunter zählen z.B.:

  • Um welche Gebäudeart handelt es sich: Altbau oder Neubau?
  • Ist die Fassade und das Dach des Gebäudes gedämmt?
  • Was ist der wesentliche Energieträger?

Zunächst ist zu berücksichtigen, wie schnell die Räume auskühlen, wenn die Heizung abgeschaltet wird. Bei eisigen Temperaturen und einem schlecht oder gar nicht gedämmten Haus geht dies in der Regel recht schnell. Bei einem gut gedämmten Haus kühlen Räume in der Regel nicht so schnell aus.

Doch auch wenn sich bei einem Altbau oder schlecht gedämmten Haus durch die Abschaltung der Heizung augenscheinlich Energie einsparen lässt, da der Energieverlust wesentlich dazu beiträgt, birgt dies jedoch andere Risiken und kann mitunter sogar der Bausubstanz schaden. Die Rede ist hier von Schimmel, welcher entstehen kann, wenn warme feuchte Luft an den kühlen Außenwänden kondensiert. Auch Kondenswasser am Fenster ist ein Zeichen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Zudem braucht es deutlich mehr Energie einen ausgekühlten Raum und die ausgekühlten Außenwände wieder aufzuheizen. Daher ist es bei älteren Gebäuden zwar sinnvoll, die Heizung, bzw. die Temperatur nachts abzusenken, jedoch nicht vollständig auszuschalten, da ansonsten wie angesprochen die Außenwände zu stark abkühlen und es somit zu Schäden führen kann.

Bei modernen Gebäuden oder energetisch sanierten Häusern lohnt es sich fast gar nicht, die Heizung nachts abzuschalten. Denn durch eine gut gedämmte Außenhülle eines Gebäudes entweicht nur wenig Wärme, sodass die Temperatur nicht so schnell verloren geht. Daher halten sich bei modernen Gebäuden die Heizkosten ohnehin im Rahmen. Trotzdem können Sie die Temperatur nachts, um wenige Grad absenken, um Energie einzusparen.

Wie lässt sich zusätzlich Energie einsparen?

Wer Heizkosten einsparen möchte, der sollte zudem weitere Tipps beachten:

  • Richtiges und effizientes Lüften: Über ein über längere Zeit gekipptes Fenster kann viel Energie verloren gehen. Zudem findet so auch nur ein schlechter Luftaustausch statt. Besser ist mehrmaliges Stoßlüften. Hierbei werden ein oder mehrere gegenüberliegende Fenster geöffnet, sodass ein Durchzug entsteht. Hierbei wird die gesamte feuchtwarme Luft schnell und effizient ausgetauscht. Während des Stoßlüftens sollte die Heizung abgeschaltet werden, sodass sich der Heizkörper nicht unnötig hochheizt. Nach wenigen Minuten können Sie die Fenster wieder schließen und die Heizung wieder anstellen.
  • Regelmäßig Preise vergleichen: Ja, auch wenn es bequem ist, sich nur selten oder gar nicht um seine Verträge zu kümmern, lässt sich gerade hier enorm viel Geld sparen. Ein regelmäßiger Preisvergleich, vor allem im Energiebereich Gas / Strom kann einiges an Geld einsparen. Denn häufig profitiert man beim Wechsel zu einem anderen Anbieter vom sogenannten Neukundenbonus und besseren Preiskonditionen. Wer regelmäßig oder sogar jährlich seinen Anbieter wechselt, spart mit der Zeit ein ordentliches Sümmchen.
  • Heizung nicht auf 5 Stellen: Die Zahlen und Symbole auf einem Heizkörperthermostat haben bestimmte Bedeutungen. Wer die Heizung auf 5 dreht, sorgt nicht dafür, dass der Raum sich schneller aufheizt, sondern lediglich dafür, dass dieser nach einer Zeit wärmer wird. Wer ein angenehmes Raumklima haben möchte, wenn man nach Hause kommt, der sollte den Heizkörper nicht zu weit runterstellen oder gar ausschalten. Besser ist es beim Verlassen der Wohnung oder es Hauses das Thermostat auf 2 zu drehen und wenn man wieder nach Hause kommt auf 3 zu drehen. Somit kühlen die Räume nicht so schnell aus und es wird schneller wieder warm.
  • Sanieren: Auch, wenn es am Anfang viel Geld schluckt, kann sich eine energetische Sanierung durchaus lohnen. Zudem können alternative Heizmethoden, wie Solarthermie oder der Austausch der alten Ölheizung sinnvoll sein.

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