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27. September 2021
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Elektrosmog im Schlafzimmer abschirmen – das sollten Sie beachten
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Elektrosmog im Schlafzimmer abschirmen – das sollten Sie beachten

Bei Schlafstörungen oder sonstigen Problemen mit der Gesundheit kann man Elektrosmog im Schlafzimmer abschirmen. Das bringt oftmals Linderung für die betroffenen. Bevor Sie eine solche Maßnahme beginnen, sollten Sie die Belastung durch Elektrosmog messen lassen. Im Übrigen ist es sinnvoll, bei einem Neubau oder vor umfangreichen Sanierungsarbeiten die Reduzierung dieser elektromagnetischen Strahlung zu berücksichtigen– dass erspart später einmal viel Mehrarbeit. Das gilt vor allem für den Wohn- oder Schlafbereich.

Am Anfang steht die Elektrosmogmessung

Wenn Sie Elektrosmog im Schlafzimmer abschirmen möchten, sollten Sie die Ist-Situation vor Ort durch einen Baubiologen messen lassen. Er kann zum Beispiel folgende elektromagnetische Felder bzw. deren Strahlungsquellen feststellen

  • Strahlung aus der 230-Volt-Elektroinstallation
  • Elektrosmog durch Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Induktionsherde und anderer Elektrogeräte
  • Strahlenbelastung in Folge von Hochspannungsleitungen
  • Handystrahlung vom Mobilfunkmast in der Nähe
  • WLAN – Strahlung vom Nachbarn

Anhand der so gewonnenen Ergebnisse kann der Fachmann die notwendigen Maßnahmen vorschlagen. Anschließend wird er so Ihre persönliche Belastung durch Elektrosmog reduzieren. Den Erfolg der Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlen sollte man stets messen können.

Elektrosmog im Schlafzimmer abschirmen – so funktioniert’s

Die Stärke der elektromagnetischen Felder nimmt mit steigendem Abstand zur Strahlenquelle ab. Das sollten Sie vor allem bei einer Abschirmung in Neu- oder Umbauten berücksichtigen:

  • Halten Sie den Verkabelungsaufwand möglichst gering. Nicht alle Wände müssen mit Stromleitungen oder Steckdosen versehen werden. Insbesondere in Wänden, Decken und Fußböden im Schlafzimmer sollten nur sehr wenig Elektroleitungen liegen
  • Vermeiden Sie Elektroleitungen direkt auf größeren Bauteilen aus Holz oder Metall. Hier kann die elektromagnetische Strahlung ankoppeln und sich im Haus leicht verteilen
  • Starke Strahlungs-Erzeuger (Elektro-Unterverteilung, Verteilerschrank, Wechselrichter von PV-Anlagen, Trafos, elektrischer Hausanschluss usw.) nicht in der Nähe von Schlafräumen oder Daueraufenthaltsplätzen einplanen. Abstand halten hilft immer.
  • Verwenden Sie abgeschirmte Elektroleitungen in Ihrer Hausinstallation
  • Wände oder Decken kann man mit speziellen Abschirmfarben, Abschirmgeweben oder Vliesen versehen. Diese Maßnahme hält elektromagnetische Strahlung ab. Wichtig ist jedoch, die abgeschirmten Flächen von einer Elektrofachkraft erden zu lassen. Zudem müssen alle Stromleitungen, die in einer abgeschirmten Wand liegen an einen Fehlerstromschutzschalter angeschlossen sein. (Personenschutz)
  • Stromkreise lassen sich mit sogenannten Netzabkopplern spannungsfrei schalten. Das reduziert die elektromagnetischen Felder immer dann, wenn kein Endverbraucher am Stromkreis eingeschaltet ist. Diese Netzabkoppler können die Situation aber noch verschlechtern. Deshalb muss der Baubiologe vor dem Einbau messen, wo dessen Einbau im Haus sinnvoll ist.

Elektrosmog im Schlafzimmer abschirmen: Immer einen Fachmann fragen

Wenn Sie eine Abschirmung im Schlafzimmer, Erdungen von abgeschirmten Flächen oder den Einbau von Netzabkopplern beabsichtigen, sollten Sie stets einen Fachmann fragen. Beispielsweise müssen Sie eine Mehrfacherdung der gleichen Abschirmfläche vermeiden. Auch die Führung der Erdungsleitungen ist wichtig. Hierbei sollte es nicht zur Bildung eines „geschlossenen Ringes“ kommen, weil sonst Induktionsströme entstehen können.

Insbesondere die Nachmessung zum Abschluss der Arbeiten dient als Erfolgskontrolle. Nur so können alle Beteiligten sicher sein, dass die Anlagen Ihren Zweck erfüllen.

Ein Baubiologe hilft Ihnen gerne bei Ihrem Elektrosmog-Problem weiter. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!

Dieser Artikel wurde verfasst von: Steffen Schütt, Dipl.-Ing. (FH), Baubiologe IBN (Hausdiagnose-Linsengericht)

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